
Kunstrichtungen
Bauhaus • Cobra • Dadaismus
Expressionismus • Fauvismus • Impressionismus
Informel • Konstruktivismus • Kubismus
Orphismus • Plastik • Pointillismus
Rayonismus • Realismus • Skulptur • Surrealismus
Drucktechniken / Druckgrafik
Aquatinta • Druckgrafik • Flachdruck
Kaltnadelarbeit • Kupferstich • Hochdruck
Holzschnitt • Holzstich • Lithographie
Mezzotinto • Monotypie • Radierung
Schabkunst • Schablonendruck • Siebdruck
Stahlstich • Steindruck • Stichverfahren
Tiefdruck • Tonstich
weitere Begriffe
Folienprägung • Master Print • Mit Zertifikat
Nummeriert • Signiert Aquatinta
(Von latein: aqua fortis= Säure und italienisch: tinta= dunkler Ton)
Etwa um 1768 entwickelte Jean-Baptise Le Prince (1734-1781) eine Methode,
die es erlaubte, im Tiefdruckverfahren auch mit der „Fläche" zu gestalten.
Bislang war dies nur möglich, wenn Punkte so verdichtet auf die Radierplatte
übertragen wurden, dass sie einen flächigen Charakter entwickelten oder die
Linie über Schraffuren und Struckturen zum flächenbildenden Element wurde.
Deshalb war die Erfindung von Le Prince ein besonders wichtiger
Beitrag zur Tiefdrucktechnik.
Francisco de Goya (1746-1828) griff diese neue Technik begeistert auf,
weil sie ihm, der eigenständigen künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten
wegen, sehr entgegenkam.
Die Säure (aqua fortis) die hier verwendet wird erzeugt den
dunklen Ton (tinta)körnig struckturierter Flächen.
Durch den Ätzvorgang ist aquatinta mit der Radierung verwandt.
Aquatinta-Drucke kamen im 18. Jahrhundert auf,als versucht wurde, die
Wirkung von Aquarellen, lavierten Zeichnungen und Sepiapinselzeichnungen
drucktechnisch wiederzugeben.
Bereiche der Platte werden mit Säure behandelt, so dass statt einzelnen
Linien ganze Flächen in abgestuften Tönen erscheinen.
Die Flächen, die im Druck weiß bleiben sollen, werden abgedeckt.
Bei der Ausführung eines Aquatinta-Druckes wird die Platte mit staubförmigem
Harz (Kolophonium) bestäubt und danach erwärmt, damit die Harzkörnchen
leicht anschmelzen und haften bleiben.
Dann wird die Platte in eine schwache Säure getaucht, die diejenigen
Stellen der Metalloberfläche anätzt, die nicht mit Harz bedeckt sind.
Sollen einige Flächen des fertigen Aquatinta-Druckes dunkler als andere
werden, muss die Säure an diesen Stellen etwas länger einwirken, damit diese
stärker angeätzt werden und die Druckfarbe leichter haftet.
 | Abb: Aquatinta Francisco de Goja "Que se la Uevaron" (Ausschnitt) |
Das Aquatinta-Verfahren ist nicht einfach zu kontrollieren, es wird oft in
Verbindung mit den Techniken der Radierung und der Kaltnadel kombiniert.
Durch die Zartheit der Strucktur ist die Auflagenhöhe
auf maximal Hundert begrenzt. Die Sinnentleerung der Welt sollte sich in ihnen widerspiegeln,
die künstlerischen Produkte galten dabei jedoch als Nebensache.
Ihre Werke haderten mit allen tradierten Ausdrucksformen der Kunst.
Als Vorläufer des Surrealismus hatte sich diese Richtung auch in
Deutschland, Frankreich und Amerika verbreitet. Hauptsächlich benutzten Vincent van Gogh, Paul Gauguin und Paul Cezanne
diese expressionistische Ausdruckskunst.
In ihren Werken sieht man, dass nicht die sinnlich, wahrnehmbare Wirklichkeit,
sondern die eigene innere Aussage wichtig ist.
Der gemalte Gegenstand kann bis zur Deformation verändert werden, die Farben
haben ihren Eigenwert und drücken etwas bestimmtes aus.
 | Abb: Expressionismus 2 Franz Marc "Turm der blauen Pferde" |
So kann ein blaues Pferd „richtiger" sein, als ein naturalistisch gemaltes.
Typische Vertreter des Expressionismus ist die Künstlergruppe Die Brücke,
die 1905 in Dresden gegründet wurde, und die 1910 in München entstandene
Küntlergruppe Der Blaue Reiter, die in enger Verbindung mit den französischen
Malern des Fauvismus stand.
Vor allem in der Gruppe Der Blaue Reiter, und den Werken von Kandinsky und
Marc, finden sich schon vor dem Ersten Weltkrieg die Ansätze zur abstrakten
Malerei, die dann im abstrakten Expressionismus nach dem Zweiten Weltkrieg
der Ausdruckskunst eine neue Variante hinzufügt.
Der abstrakte Expressionismus erlebt in Europa eine Blütezeit, wo er
französische Maler wie Pierre Soulages und Jean Dubuffet beeinflusste.
Europäische Ausprägungen dieser Richtung sind der Tachismus
(aus französisch tache = Fleck),
der mit Hilfe von Farbflecken Gefühle ausdrücken sollte und der Art informel,
der formale und kompositorische Regeln ablehnte. Die "Wilden" waren Henri Matisse, André Derain, Maurice de Vlaminck,
Raoul Dufy, Kees van Dongen und Othon Friesz
Ihre Vorbilder waren Paul Gauguin und Vincent van Gogh.
So wie diese beiden Künstler, strebten auch die Wilden nach reinen Farben,
verzichteten auf Naturalismus, auf perspektivische Tiefe und
auf die an Gegenstände gebundene Farbe.
Es ging ihnen um die rein kompositorische Anordnung von Flächen und Farben
auf dem Bild.
Der Verzicht auf symbolische Gehalte, die vom Gegenstand enthaltende Farbe
und das Lichterlebnis durch reine, leuchtende Farben hat auch die deutschen
Expressionisten beeinflusst.
Kunst und Kunst willen, dieses oft abwertend gemeinte Urteil über eine
Malerei, die nur sich selbst zum Gegenstand hat,
gilt für den Stil des Fauves im positiven Sinne.
Matisse, der als einziger Maler der Gruppe den Stil des Fauves bis zu seinem
Tode beibehielt, drückte das angesichts seiner vielen Frauenbildnisse so aus:
"Ich erschaffe keine Frau, ich mache ein Bild."
Der Fauvismus ist der Stil innerhalb der Moderne mit der kürzesten Phase.
Nach dem entgültigen Durchbruch Cezannes 1908 wird nun die Beschäftigung
mit seinem Werk zum wichtigsten Thema der ihn umgebenden Künstler. Der Holzschnitt hatte seine Blüte an der Wende vom Spätmittelalter zur
Neuzeit, insbesondere mit Albrecht Dürer und Lucas Cranach dem Älteren.
Im 18. Jahrhundert wurde der Hozschnitt allmählich vom Kupferstich verdrängt,
erlebte aber Ende des 19. Jahrhunderts, Anfang des 20. Jahrhundert, vor allem
im Expressionismus, eine Renaissance (Wiedergeburt). Nach dem Bild von Claude Monet „Impression solei levant" entstand durch
einen entrüsteten Kritiker die höhniscche Bezeichnung „Impressionisten" für die
Maler Monet, Pissarro, Renoir, Degas und Sisley. Das Wort Impressionist blieb
dann längere Zeit als Schimpfwort in den Mündern der Menschen, ehe es zu
einem Wertbegriff wurde.
Impressionisten waren vor allem die, die sich gegen die offizielle Kunst der
Atelierkunst wandten. Im Gegensatz hierzu malten die Künstler nämlich im
Freien. Sie malten keine historischen Ereignisse, religiöse und mythologischen
Themen mehr, sondern das alltägliche Leben: Strassencafes, Bootsfahrer,
Bürger und allgemeine Natureindrücke.
Und weil sie in der Natur mit kühl-neutralem Nordlicht arbeiteten, und nicht in
Ateliers, wurden ihre Farben heller, die Schatten farbig, Gesichter durch die
Sonnenstrahlung fleckig und Konturen unscharf.
Doch natürlich dauerte es seine Zeit, bis alle Farben auf der Leinwand so
aussahen wie in der Natur und die Impressionisten mussten durch unablässiges
Experimentieren die Mischungen erst herausfinden.
Die Künstler wussten, dass es die drei Grundfarben ROT BLAU GELB gibt,
und sie wussten auch, dass durch Mischung dieser Grundfarben neue, sekundäre
Farben: GRÜN ORANGE VIOLETT entstehen, eben die Farbskala, in die sich
das Sonnenlicht im Regenbogen gelegentlich zerlegt
Da sie natürlich alles so naturgetreu wie nur möglich darstellen wollten,
arbeiteten sie nur noch mit diesen reinen Regenbogenfarben.
Das „Wunder des Impressionismus" war geboren, nämlich dadurch, dass die
Künstler die dürftige Malerei voller Stimmung und Atmosphäre auf die
Leinwand „zauberten".
In den Jahren 1874-1876 erreichte der Impressionismus seinen Höhepunkt.
Kurzlebig dagegen war der Pointillismus, der die Kenntnis der reinen Farben im
Impressionismus bis zu der „Tupfenmalerei" weitertrieb. Während Mondrian seine Bilder aus einem Gerüst von Waagerechten und
Senkrechten „baute", brachte van Doesburg durch Betonung von Diagonalern
ein dynamisches Element in den Konstruktivismus ein.
Diese „architektonische" Konstruieren eines Bildes aus klar gegeneinander
abgesetzten, winkligen Farbflächen ist das verbindene Element aller
konstruktivistischer Maler von den Anfängen in Russland bis zu den
Konstruktivisten Amerikas, wo sich 1945 mit Malern wie Ad Reinhard, Barnett
Newman, Kenneth Noland, Antonio Calderara und Al Held eine breitgefächerte
konstruktivistische Malerei entwickeln konnte. Die typischen Merkmale des Kubismus sind also:
Dass er eine Stilrichtung der modernen Malerei ist,
darzustellende Gegenstände auf ihre Grundformen zurückführt, d.h.,
Elemente werden in Kegel, Kugel, Zylinder zerlegt, die Farbe
zu Beginn nur nebensächlich war, kubistische Bilder keine Perspektive haben,
mehrere Oberflächen (hinten, unten etc.) von einem Gegenstand abgebildet
sind und der Kubismus von Braque und Picasso eingeführt wurde. Das Zeichnen auf Stein war der Beruf des Lithographen;
Drucke davon herzustellen der Beruf des Steindruckers, er druckte vom Stein.
Zwei verschiedene Tätigkeiten führten zum Ergebnis, das sowohl Lithographie
als auch Steindruck ist.
Man musste die Steine vor dem Bezeichnen schleifen und körnen.
Beides meint den Vorgang des „Läppens".
Man spricht vom Talk oder von Talkum, von Speckstein oder von Federweiß.
Beim Flachdruck wird das Bild direkt auf die Oberfläche eines Steines oder
einer Metallplatte aufgebracht, ohne die einzuschneiden oder einzuritzen.
Die gebräuchlichste Methode ist die Lithographie, ein Verfahren, das auf der
Nichtmischbarkeit von Fett und Wasser beruht.
Das Material für die Lithographie ist ein Kalkstein, der Wasser an den Stellen
aufsaugen kann, die unbehandelt bleiben.
Zink- oder Aluminiumplatten werden ebenfalls häufig verwendet.
Zuerst wird ein Bild mit Fettkreide oder mit einem Stift oder einem Pinsel, der
mit dünnflüssiger fettiger Tusche getränkt ist, auf die vorher angeschliffene
Oberfläche aufgetragen.
Dann wird auf die gesamte Steinoberfläche eine Mischung aus Salpetersäure
und Gummi arabicum aufgetragen; So nimmt der Stein besser das Wasser auf,
mit dem er nach dem Malvorgang übergossen oder bestrichen wird.
An den mit dem Fettstift behandelten Stellen stößt der Stein das Wasser ab, an
den anderen Stellen saugt er es auf. Nun rollt man mit Hilfe einer Walze fettige
Tusche über den Stein. Die Tusche haftet nur an den fett vorgezeichneten
Flächen, von den mit Wasser angefeuchteten Flächen dagegen wird sie
abgestoßen. Der Stein wird mit einem Bogen Papier bedeckt, in eine Presse
gelegt, und durch den Druck dieser wird das Bild auf das Papier übertragen. Francis Picabia, Frank Kupka und Jaques Villon vertreten wurde.
Die gegenstandslosen „Farbarchitekturen" aus nebeneinandergesetzten,
kontrastierenden Farbflächen bestimmen die Bildkompositionen.
 | Abb: Color Field Painting Barnett Newman "Jericho" 1968/69 |
Aus diesen entwickelte sich später dann das Colour-Field-Painting! Die wichtigsten Vertreter des Pointillismus sind George Seurat und
Paul Signac, da sie als einzige dieses Verfahren konsequent anwenden. Bei dieser Stilrichtung handelt es sich darum, dass die
dargestellten Dinge in Strahlendiagramme zerlegt werden.
Hatten die frühen Bilder noch gegenständliche Themen, so war seit
1912 keine dingliche Assoziation mehr nötig. Als Maler des Realismus lassen sich in Frankreich Millet, Daumier und die
Mitglieder der Schule von Barbizon bezeichnen; in Italien die Macchiaioli.
 | Abb: Realismus 2 Max Liebermann "Wannseegarten mit Villa" 1926 |
Von den deutschen Malern des späteren 19. Jahrhunderts sind am ehesten Leibl,
Menzel und Liebermann zuzurechnen.
 | Abb: Realismus 3 Käthe Kollwitz "Heimarbeit" 1925 |
Zur Anklage wird der sozialkritische Realismus im Werk etwa
von Käthe Kollwitz gesteigert. In der POP-ART erreichte der
Siebdruck seine bisher größte Bedeutung. Die erreichbare Auflagehöhe liegt bei einigen Hundert, maximal Tausend.
Das Verfahren des Stahlstichs wurde 1820 von Charles Heath erfunden.
Es erlaubt feinste Linienführung und wurde deshalb auch vor allem für
Repruduktionszwecke verwendet.
Durch die Härte des Materials sind beinahe unbegrenzte Auflagehöhen möglich.
(siehe auch: Tiefdruck) Er erschaffte Traumbilder in denen er mit fast schon
übertriebener Genauigkeit jedes Detail darstellte
und sich vertrauter Formen und Gegenstände,
natürlich verfremdet und verformt, bediente.
 | Abb: Surrealismus 2 René Magritte "The surprise answer" |
Weitere Künstler des veristischen Surrealismus
waren: René Magritte, Max Ernst, Paul Delvaux...
 | Abb: Surrealismus 3 Max Ernst "Jardin gobe-avions" 1935 |
Absoluter Surrealismus: Dieser verzichtet auf jegliche
Benutzung realer Gegenstände. Hier äussern sich die
„Fahrten ins Unbewusste" in abstrakten Zeichen,
wie sie in Bildern von Joan Miró, Ives Tanguy
oder André Masson auftreten.
Ab den 40er Jahren jedoch spielte der Surrealismus in der
Gesellschaft keine grosse Rolle mehr und dass, obwohl er
in den Ausstellungen immer sehr beliebt gewesen war.
Surrealistische Elemente finden sich jedoch in der
Malerei der späteren Jahrzehnte wieder.
Etwa beim Tachismus, bei der Action-Painting und der Gruppe Cobra,
ohne das bei diesen Richtungen noch von einem surrealistischen
Stil gesprochen werden kann.
Der veristische Surrealismus setzte sich in gewisser
Weise in den Stilrichtungen des phantastischen, des
magischen und desemytischen Realismus fort.
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Bauhaus, Staatliches
Als Hochschule für Bau und Gestaltung wurde das Bauhaus, durch
Zusammenschluss der Hochschule für bildene Kunst und der
Kunstgewerbeschule Henry van de Veldes (1863-1957),
von dem Architekten Walter Gropius in Weimar gegründet.
"Die Einheit von ästhetisch ansprechender Form und Funktion",
so formulierte Gropius den wichtigsten Grundsatz des Bauhauses.
Unter Mitarbeit bedeutender, abstrakter Künstler war das Bauhaus eine
Institution, die alles Gestaltbare von der Architektur bis hin zu industriell
hergestellten Gebrauchsgegenständen einer funktional ästhetischen Prägung
unterziehen wollte. Der "Bau der Zukunft" (Gropius) sollte Architektur, Plastik
und Malerei miteinander verschmelzen.
 | Abb: Bauhaus Wassily Kandinsky "Zwei Figuren" 1904 |
Als Lehrer waren am Bauhaus neben
Gropius Paul Klee, Wassily Kandinsky, Lyonel Feininger, Johannes Itten,
Gerhard Marcks, Georg Muche, Oskar Schlemmer, Mies van der Rohe u.v.a. tätig.
Vorraussetzung für die Mitarbeit in den Werkstätten der Hochschule war die
Vorlehre des Malers Itten und die darauf folgende Formlehre.
Nach und nach, etwa in den Jahren der 20., veränderte sich das Bauhaus zu einer
am Industriedesign orientieten Sachlichkeit, etwas, was ganz der Gegensatz zu
seinen expressionistischen Anfängen war.
Somit waren jetzt auch technische Kenntnisse und - Fertigkeit neben dem
Kunsthandwerk sehr wichtig.
1924 entwarf Walter Gropius ein schlichtes Gebäude
(mit Wohn- und Lehrgebäude, Werkstätten) aus Glas -und Betonelementen und
kaum ein Jahr später zog das Bauhaus nach Dessau, nun unter dem Namen:
Hochschule für Gestaltung
1932 wurde das Bauhaus Dessau geschlossen und, nachdem es kurzzeitig
nach Berlin umgesiedelt war, 1933 endgültig aufgelöst.
Der Bauhausstil beeinflusst bis heute viele Maler und Architekten,
ausserdem prägte er den internationalen Stil.
Cobra
Cobra ist die Abkürzung der Städtenamen COppenhagen, BRüssel und Amsterdamm.
Es handelt sich um eine internationale Vereinigung von Malern und Literaten,
der anfangs nur Dänen, Belgier und Holländer angehörten.
Später zählte jedoch auch die deutsche Gruppe Meta dazu.
Die Gruppe wurde am 8.11.1948 von den drei Künstlern
Christian Dotremont, Joseph Noiret (beides Belgier und Literaten) und dem
dänischen Maler Asger Jorn, die alle zu der Zeit schon Mitglieder des
bestehenden "Bureau International de Surrealisme Revolutionaire" waren, gegründet.
Nach den Heimatsstädten der Gründungsmitglieder nannte sich die Gruppe
folglich COBRA.
Im Laufe ihres Bestehens, bis 1951, umfasste Cobra ungefähr 50 Künstler.
Darunter Jean Atlan, Egill Jacobsen, Pierre Alechinsky, Karl Otto Götz
sowie Carl-Henning Pedersen und Lucebert.
Die Gruppe wendete sich gegen einen ästethisierenden Akademismus
und intellektuell betonte Malerie.
Ihr Ziel war es, phantasievolle, ursprüngliche Bildsprache und Farbigkeit
gemeinsam zu entwickeln.
Anregungen kamen und Vorbilder waren meist Kinderzeichnungen,
die Volkskunst, die Kunst der sogenannten primitiven Völker (z.B.Neuguineas)
und der Künstler Dubuffet.
So kam es also dazu, dass Literaten wie Lucebert und Dotremont malten
und Maler wie Constant und Corneille dichteten.
Die Ergebnisse dieser Arbeiten waren die sogenannten "Peinturemonts",
die ineinanderfließende Verbindung von Bild und Wort.
Sitz der Gruppe war zu Beginn das "Cobrahuis" in Brüssel,
später jedoch trafen sich die Mitglieder hauptsächlich in Paris.
Insgesamt erschienen 15 Cobra-Monografien.
Ausserdem veranstaltete Cobra viele Ausstellungen.
Höhepunkt dieser Gemeinschaftsausstellungen war die im November 1949
perfekt inszenierte und provokative "erste internationale Ausstellung der
experimentellen Kunst" im Museum in Amsterdamm.
Hiernach traten viele Mitglieder aus der Gruppe aus.
Die letzte Ausstellung der Cobra fand 1951 in Lüttich statt,
ebenso nahmen Freunde der Gruppe, wie Joan Miró,Alberto Giacometti etc. teil.
Dadaismus
(Von dada als Kindersammellaut)
Der Dadaismus wurde als ein Schlagwort von Hugo Ball geprägt und war
ebenso seit 1916 der Name für eine Künstler- und Lireatengruppe um das
Züricher "Caberet Voltaire".
Das Ziel dieser Gruppe war die radikale Rückwendung zum kindlich-
schöpferischen Zustand.
 | Abb: Dadaismus Marcel Duchamp "Verre, plomb, peinture" |
Druckgrafik
Europäische Druckgraphik im 20. Jahrhundert
Der anhaltende Wunsch nach Reproduzierbarkeit von Kunst seitens der Künstler
und des Publikums führte dazu, dass seit der Erfindung der Lithographie das
reproduzierbare Kunstwerk ein wesentlicher Bestandteil
in der Kunst geworden ist.
Im 20. Jahrhundert hat sich diese Tendenz verstärkt. Alle Strömungen dieses
Jahrhunderts, vom Fauvismus, Kubismus und Expressionismus zum
Surrealismus, Abstrakten Expressionismus, Op-Art und Pop-Art bedienten sich der Druckgraphik.
Ein bedeutendes graphisches Werk hinterließ das wichtigste Mitglied der
Fauvisten, Henri Matisse, der vor allem Lithographien
in schwarzweiß herstellte.
Der Kubismus von George Braque ist besonders durch seine Lithographien von
Tauben populär geworden, da sie häufig als Plakatmotive dienten.
Pablo Picassos frühe Drucke spiegeln die außerordentlich vielseitige
zeichnerische Begabung des Künstlers wieder.
Er beherrschte auch als Druckgraphiker außergewöhnlich viele Techniken,
die er virtuos und vielfältig kombinierte.
Andere kubistische Künstler, die sich der Druckgraphik besonders widmeten,
waren Juan Gris und Louis Marcoussis.
Zahlreiche surrealistische Künstler beschäftigten sich mit der Druckgraphik:
Hervorzuheben sind die Farblithopgraphien des spanischen Künstlers Joan Miró
sowie die Graphiken von André Masson und Ives Tanguy.
1910 kam Marc Chagall aus Russland nach Paris;
seine Druckgraphik, die Motive seiner russischen Heimat aufnahm
und mit einer traumhaften Bilderwelt verband, fand bald ein großes Publikum.
Im Expressionismus wurde, anknüpfend an die mittelalterliche Tradition, der
Holzschnitt mit seiner Unmittelbarkeit und seinen kühnen, groben Zügen ein
bevorzugtes Ausdrucksmittel.
Mitglieder der Gruppe Der Blaue Reiter wie Wassily Kandinsky (der in seiner
Graphik zunächst noch Motive der russischen Volkskunst verarbeitete)
und Paul Klee entwickelten eine weitergehende Abstraktion,
die vom Rhythmus der Linien und einem theatraliaschen Sinn für Farben,
ohne gegenständliche Objekte gekenntzeichnet war.
Wichtige Druckgraphik, die besonders in die Buchkunst einging, stammte von
Alfred Kubin. Eines der bedeutensten graphischen Werke des Expressionismus
hinterließ Max Beckmann.
Amerikanische Druckgraphik des 20. Jahrhunderts
Die ersten amerikanischen Drucke, die die Vitalität des städtischen Lebens mit
all seinen Aspekten zwischen Elend und Pracht einfingen, stammten von
Edward Hopper, George Bellows und Joan Sloan. Alle drei arbeiteten zu Beginn
nur mit der Radierung. Sie waren Mitglieder der 1907 gegründeten Ashcan
School, der ersten amerikanischen Strömung, die sich
von europäischen Stilen lossagte.
Darstellungen von amerikanischen Schauplätzen kamen, nachdem in den
dreißiger Jahren die Wirtschaftskrise eingetreten war, in Mode.
Curry, Wood und Benton stellten in ihren Drucken das ländlichen Amerika in
stilisierten Details dar.
Reginald Marsh, Isabel Bishop und ihr Lehrer Kenneth Hayes Miller waren die
bekanntesten Mitglieder der Fourteenth Street School of New York´s
Greenwich Village. Diese Straße war damals ein lebendiges Geschäfsviertel, die
Künstler fingen in ihren Drucken ihre Athmosphäre ein.
Expressionismus
Dieser Begriff einer „Ausdruckskunst" bezeichnet zunächst ganz allgemein den
Charakter eines Bildes oder einer Plastik, die besonders ausdrucksstark, also
„expressiv" sind.
Der Expressionismus bezeichnet eine Stilart der Kunst und Literatur zu Beginn
des 20. Jahrhunderts.
 | Abb: Expressionismus 1 Vincent van Gogh "Wheatfield with Crows" 1890 |
Fauvismus
Viele Kunstrichtungsnamen sind durch abwertend-kritische Kommentare
entstanden. So auch dieser:
Der Kritiker Vauxcelles besuchte 1905 eine Ausstellung von jungen Malern im
Pariser Herbstsalon. In einem Saal der vielen Räume sah er grellbunte,
ungewohnte Bilder und ebenso eine Plastik.
Diese erinnerte ihn an die die Arbeiten des italienischen Renaissance-Bildhauers
Donatello und er bemerkte in seiner Kritik:
"Donatello aux milieu des Fauves" (Donatello inmitten der Wilden)
und hatte mit diesem Komentar der jungen,
pariser Kunstszene einen Namen gegeben.
 | Abb: Fauvismus Henri Matisse "View of Collioure" 1905 |
Folienprägung
Nach dem Druckvorgang wird der Kunstdruck in einem weiteren Arbeitsgang
mit einer Beschichtung versehen (meist Gold oder Silber), um Effekte darzustellen,
die mit herkömmlichen Verfahren so nicht reproduzierbar sind.
Diese aufwendige Technik betont die Wertigkeit und das Dekorative
von klassischen Motiven.
Hochdruck
Der Hochdruck gilt als das älteste der Druckverfahren
und hat somit eine lange Tradition.
Dazu zählen alle jene Verfahren der Vervielfältigung , bei denen
die druckenden Teile der Druckform erhaben, also erhöht sind.
Die erhöhten Teile geben nach dem Einwalzen mit Farbe
das Bild an das Papier oder einen anderen Bedruckstoff ab.
Mit Werkzeugen, wie Sticheln, Hohleisen oder Messern, werden die
nichtdruckenden Teile aus der Druckform herausgeschnitten oder
herausgenommen oder es werden die nichtdruckenden Teile mit einer
Ätzflüssigkeit maschinell herausgeätzt oder mechanisch herausgraviert.
Beim Hochdruck schneidet der Künstler die Druckform in einen Holzblock,
entweder als Holzschnitt bzw. Holzstich, oder – beim sogenannten
Linolschnitt - in eine Platte aus Linoleum.
Die erhabenen Teile (daher die Bezeichnung Hochdruck) tragen die Druckfarbe.
Holzschnitt
Beim Holzdruck werden aus der Oberfläche eines Holzblockes Partien
herausgeschnitten, die stehenbleibenden Flächen werden zur Druckfläche,
die beim Druck die Farbe tragen.
Für den Holzdruck wird Obstbaumholz, wie z.B. Kirschen- oder
Birnenbaumholz verwendet. Seltener hingegen Ahorn oder Eiche,
da sie zu hart zum Schneiden sind.
Im 20. Jahrhundert sind Künstler auch zu weicherem Holz,
wie z.B. Kiefer, übergegangen.
Die Oberfläche des Blockes wird glatt geschliffen, kann denn mit Schellack
gehärtet werden, damit sie dem Druck der Presse besser standhält und damit
deutlich hervortretende Bilder ausgeschnitten werden können.
Somit kann der Künstler nun damit beginnen, sein Bild auf die Holzfläche
aufzumalen oder aufzuzeichnen.
Eine Farbwalze, die mit einer Farbe auf Ölbasis versehen ist,
wird dann über den Druckstock gerollt.
Ein Bogen mit sehr saugfähigem Papier, so z.B. Reispapier, wird auf den
eingefärbten Holzblock gelegt und der Künstler druckt das Bild, indem er
mit der Rundung eines glättenden Werkzeugs über das Papier reibt.
Mit dem Holzschnitt lassen sich Auflagehöhen von mehreren Hundert erreichen.
 | Abb: Holzschnitt Albrecht Dürer "Die 4 Reiter der Apokalypse" (Ausschnitt) |
Holzstich / Tonstich
Bei dem Holzstich benutzt der Künstler einen Hirnholzblock und einen Stichel
(ein sehr feines Schneidegerät) und schneidet das Bild mit dem Gerät in den
Block. Meistens ist hier das Holz von einem Buchsbaum.
Diese Holz ergibt eine harte Oberfläche und und so kann der Künstler seine
Bilder mit feinen Stichen versehen. Dabei sind auch, ganz im Gegensatz zum
Holzschnitt, sich kreuzende Schnitte möglich.
Druckfarbe die von zäher Konsistenz sein muss, wird nun sorgfältig auf den
Block aufgetragen, dabei muss natürlich darauf geachtet werden, dass die Farbe
nicht in die kleinen Ritzen gelingt
Die Papierbögen werden auf den Block gelegt und entweder mit Hand oder in
einer Presse bedruckt.
Der Holzdruck ist also ein Hochdruckverfahren und darf nicht mit dem
Stichverfahren in Metall, mit den Tiefdruckverfahren, verwechselt werden.
Der Holzstich wurde im 18.Jahrhundert entwickelt. Da wegen der Freiheit der
Linien, kleine Bilder möglich wurden, wurde der Holzschnitt meisstens in den
Büchern abgedruckt. Mit der Entwicklung photomechanischer
Reproduktionstechiken wurde der Holzstich verdrängt, aber wie der Holzschnitt
in der modernen Kunst wieder entdeckt.
Wegen der Möglichkeit des Holzstichs, weiche Tonnuanzierungen zu zeichnen,
wird das Verfahren auch Tonstich genannt.
Impressionismus
Der Impressionismus ist der Beginn der modernen Malerei und entwickelte sich
in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts in Frankreich.
Impressionistische Bilder sind bis in die heutige Zeit hinein
gut verständlich und beliebt.
Für die Besucher einer pariser Ausstellung im Jahre 1874 wirkten die für uns
heute sehr geschätzten Bilder wie ein Schock.
 | Abb: Impressionismus Claude Monet "Impression solei levant" 1873 |
Informel
(Von französisch: Art informel = formlose Kunst)
Die Informel ist eine Richtung in der modernen, gegenstandslosen Malerei.
Mitte des 20.Jahrhunderts nahm sie ihren Ausgang in New York und Paris.
Der Begriff Informel stammt von dem Ausstellungstitel "Signifiants d´informel"
(Bedeutung des Formlosen) und bezieht sich auf die unterschiedlichen
Tendenzen in der abstrakten Malerei, die sich im Gegensatz zur geometrischen
abstrakten Malerei im spontanen Malakt artikuliert.
Erst während des Malprozesses verdichtet sich die Malweise zu lesbaren
Zeichen (auch "actionpainting" genannt).
Typische Vertreter diese Richtung sind Wols, Willem de Kooning, Hans
Hartung, Mathieu und Jean-Paul Riopelle.
Bekannt sind auch Jackson Pollocks "Drippings".
Merkmale dieser Malweise sind kalligraphische Pinselzüge und die
materialgebundene Form der entstehenden Zeichen.
In den USA rechnet man besonders den abstrakten Expressionismus der Maler
Rothko, Motherwell, Clyfford Still u.v.a. zur Informel.
Ebenso wandte sich die Künstlergruppe Cobra dieser Richtung zu.
Kaltnadelarbeit
Hier arbeitet der Künstler ähnlich wie beim Stichverfahren.
Er zeichnet das Bild mit einem Stiftähnlichen Werkzeug, welches meisst mit
einer Diamantspitze besetzt ist, auf eine Kupfer- oder Zinkplatte.
Beim Schnitt in die Platte zieht das Werkzeug eine Rille und wirft dabei zu
beiden Seiten dieser Rille eine weiche Metallkante (Grat) auf.
Dieser Grat hält beim Drucken die Farbe zurück
und ergibt beim Druck satte, samtige Linien.
Aufgrund dieser Feinheit des Grates und des Druckes der Presse lassen sich nur
selten mehr als 20 bis 30 Drucke herstellen, bevor sich der Grat abnutzt.
Ähnlich wie bei der Radierung wird auch bei der Kaltnadelarbeit die Platte
eingefärbt und dann abgewischt, feuchtes Papier auf die Platte gelegt
und durch die Presse geführt.
Konstruktivismus
Der Konstruktivismus ist eine Richtung der abstrakten Malerei, die nach
mathematisch-technischen Prinzipien besonders geometrische Formen zu
Bildkompositionen (oder auch Plastiken) fügt und damit eine der technisierten
Welt adäquate Kunst zu schaffen sucht. Sie verzichtet bewusst auf jede
inhaltliche Aussage, erst recht auf allen subjektiven Ausdruck. Maßgeblich ist
allein die Komposition der „technischen" Formelemente und ihr Verhältnis
zueinander und zum umgebenden Raum. Dieser Reduktion entsprechen eine
Beschränkung auf die Grundfarben und der Verzicht auf allen individuellen
Duktus der Pinselführung und des Farbauftrags. Grafische Elemente sprechen in
den konstruktivistischen Bilderfindungen vielfach mit.
Der Konstruktivismus entstand 1914 in Rußland durch Wladimir Tatlin.
Er suchte durch neue reale Materialien als Ausdruck der technischen
Rationalität, z.B. in Winkelreliefs, sowohl Flächen wie
Raum konstruktivistisch zu formen.
Tatlin nannte als erster seine Kunst Konstruktivismus.
1917-1921 war der Konstruktivismus die offizielle
Kunst der russischen Revolution.
Gravo, Pevsner und Tatlin veröffentlichten 1920 im „Realistischen Manifest"
die theoretischen Grundlagen ihren Schaffens, kurze Zeit später jedoch
veranlasste die einen sozialistischen Realismus fördernde russische Kunstpolitik
viele Künstler zur Emigration, El Lissitzky z.B. ging ans Bauhaus.
In den Niederlanden fanden konstruktivistische Ideen Verbreitung durch die
Stijl-Gruppe (Piet Mondrian, Theo van Doesburg).
 | Abb: Konstruktivismus Piet Mondrian "Composition with Black, Red, Gray, Yellow, and Blue" 1920 |
Kubismus
Kubismus ist der Begriff für eine Richtung der modernen Kunst, der sich im
wesentlichen auf die Jahre 1907-1914 konzentriert. Der Kubismus stellt den
wesentlichen Wendepunkt in der neueren Malerei dar. Cézanne gab ein Zitat zu
ihm ab: Die Dinge der Natur bildeten sich gemäß geometrischer Grundformen!
Es geht in dem Kubismus nicht um schöne Inhalte, Landschaften, Personen und
zahllose Stillleben, sondern darum, das Sichtbare ausschließlich als plastisch-
körperhaft darzustellen und aus geometrischen Formen zusammenzusetzen.
Picasso und Braque setzten die Aussage Cézannes wörtlich ins Bild um und
fanden sich 1907 im Anliegen einer neuen Darstellungsweise der Dinge (mit
Anwendung des Kubismus) zusammen. In den folgenden Jahren arbeiteten sie
so eng miteinander, dass bei einigen Bildern bis heute nicht auszumachen ist,
welches Bild von welchem Künstler stammt.
Man unterscheidet zwischen zwei Arten von Kubismus:
Analytischer Kubismus: Dieser entstand in der zweiten Phase von
1909- 1912. Hier schritt er zur völligen Auflösung
und Zergliederung der plastischen Werte fort, so dass
Körper und Raum , Zwei- und Dreidimensionales
ununterscheidbar werden und ein vieldeutiges,
irritierendes Geflecht von Flächen und Linien in nicht
trennbaren Raumschichten entsteht.
Er zeigt alle Oberflächen eines Gegenstandes
gleichzeitig auf einem Bild. Die Palette der Farben
reduzierte sich auf wenige Farben, meist waren es
nur noch gedämpfte Grau-, Braun- und Grüntöne.
Synthetischer Kubismus: Dieser entstand in der dritten Phase ab 1912.
Er löst nicht mehr so sehr das Wahrgenommene auf,
sondern geht von ungegenständlichen Farbflächen
aus, die erst im Laufe der Arbeit durch eingefügte
Zeichen einen gegenständlichen Bezug erhielten.
Langsam spielt auch die Farbe wieder eine wichtige
Rolle, da auch sie ein solches Zeichen ist.
 | Abb: Kubismus George Braque "Cubist Violin" 1907 |
Lithographie, auch Flachdruck
Mancher Begriff erscheint durch langen Gebrauch völlig normal.
So normal, dass die Übereinstimmung von Inhalt und Vorgang nicht
angezweifelt wird. So bei der Fachterminologie der Lithographie und
Steindrucker. Sie erleichert die Verständigung unter Kollegen
-erschwert sie für Außenstehend.
Alois Senefelder nannte seine Entdeckung „Chemische Druckerey" oder auch
„Steindruck", weil bis dahin Holz und Metall als Druckformen Verwendung
fanden. Die Druckform Stein war neu. Damalige Zeitgenossen wählten die
Begriffe „Handzeichnungs-Manier" oder auch „Polyautographie".
1804 einigte man sich auf die Bezeichnung „Lithographie"
(lithos= Stein und graphein= schreiben,gr.)
 | Abb: Lithographie von Pablo Picasso
|
Master Print
Ein Master Print ist ein kleines bis mittleres Format, das sich durch
besonders originalgetreue Farbwiedergabe auszeichnet. Die Motive werden
auf gehämmertem Feinstkarton in hoher Grammatur mit umlaufender
Tiefenprägung gedruckt. New Art bietet ihnen diese hochqualitativen
Drucke zu einem ausgesprochen günstigen Preis an.
Mezzotinto oder Schabkunst
Während alle anderen Verfahren des Tiefdrucks von einer weiß druckenden
Fläche ausgehen, nimmt das Mezzotintoverfahren eine Sonderstellung ein.
Dieses Verfahren setzt, dem Hochdruck vergleichbar,
die schwarz druckende Fläche voraus.
Da es sich dennoch um ein Tiefdruckverfahren handelt, muss die Platte so
vorbehandelt werden, dass die gesamte Plattenfläche schwarz druckt.
Für diese Präparierung stehen mechanische und
chemische Methoden zur Verfügung.
Da der Gestaltungsprozess jedoch auf mechanischem Weg erfolgt, wird das
Mezzotintoverfahren zu den „kalten" oder
„mechanischen Verfahren" gezählt.
Seine Besonderheit, die weder der Hochdruck noch der Tiefdruck hat,
liegt in der Möglichkeit, Übergänge zwischen dem Hell und dem
Dunkel von Flächen zu schaffen.
Sonst war es nur möglich, durch den Einsatz der „Linie" in seiner grafischen
Funktion als „flächenbildendes Element" Verläufe zwischen Hell und Dunkel
zur Darstellund plastischer Eigenschaften zu schaffen.
Wenn aber das bildnerische Mittel „Fläche" zur Bildgestaltung
eingesetzt wird, muss dieses auch die Übergänge heller und
dunkler Zonen in einem Bild einbeziehen.
Der Hochdruck kann dies nicht leisten.
Im Tiefdruck ist ausschließlich das Mezzotintoverfahren geeignet, das
bildnerische Mittel „Fläche" zur Darstellung einer Illusion der Plastizität
so zu nutzen, dass der Eindruck des Körperhaften hervorgerufen wird.
Mit Zertifikat
Daran erkennen Sie signierte und nummerierte Auflagen in der New Art Edition.
Darüber hinaus gibt ihnen das Zertifikat interessante und wissenswerte
Informationen zu dem Künstler und seinem Werk.
Monotypie
Monotypie ist ein Druckverfahren, das nur einen einzigen Abdruck von einer
Druckform ergibt. Es ist also ein Unikat wie eine Handzeichnung. Der Künstler
zeichnet das Bild in Öl, Aquarell oder Tusche auf eine beliebige glatte, nicht
saugende Oberfläche.
Meistens wird dazu Glas verwendet, aber auch polierte Kupferplatten, Porzellan
oder andere Materialien eignen sich für dieses Verfahren.
Dann wird ein Bogen Papier auf die Platte gelegt, und das Bild wird durch
Reiben von der Rückseite oder in einer Presse auf das Papier übertragen.
Nummeriert
Die Nummerierung wird nur in Verbindung mit einer Signatur und einer
streng limitierten Auflage angebracht. Sie wird vom Künstler persönlich
zu seiner Signatur hinzugeführt und dokumentiert die Auflagenhöhe. Meist
wird die Nummerierung nur bei sehr hochwertigen Druckqualitäten eingesetzt.
Orphismus
Der Begriff Orphismus wurde im Jahre 1913 das erste mal von Guillaume
Apollinaire gebraucht und in einer Anspielung auf den mythischen Sänger
Orpheus eine koloristisch ausgeprägte Variante des Kubismus bezeichnet, die
in der Hauptsache von Robert Delaunay, seiner Frau Sonia Delaunay-Terk,
 | Abb: Orphismus Francis Picabia "Danseuse etoile sur un Transatlantique" 1913 |
Plastik
(Von griechisch plassein = formen, bilden)
Plastiken sind Werke der Bildhauerkunst die meisst aus weichen
Materialien wie z.B Gips, Wachs, Ton, Porzellan o.ä. oder aus
Mitteln wie Metall, gegossen werden.
(siehe auch: Skulptur)
Pointillismus
(von französisch point = Punkt)
Der Pointillismus ist ein etwa 1883 entwickelte, stilbildene
Maltechnik, bei der die Farbe in Punkten und Strichen, statt in
Flächen auf die Leinwand gebracht wird.
Ebenso werden nur die Grundfarben verwendet.
Jede einzelne Farbfläche wird also in kleinste Partikel zerlegt,
so dass sich die komplementeren Kontraste im Auge des Betrachters
aufheben und zu abgestuften Farbtönen verschmelzen.
Als Stil führt der Pointillismus das impressionistische Anliegen der Wiedergabe
von Athmosphäre und Licht weiter und beruft sich für seine Methode auf
wissenschafliche Erkenntnisse der Wahrnehmung, auf die Gesetze von Optik
und Farbenlehre, sowie auf die Psychologie des Sehens.
 | Abb: Pointillismus Georges Seurat "Bäuerinnen bei der Arbeit" 1882 |
Radierung
Der wesentliche Unterschied bei der Radierung
liegt in der Bearbeitung der Platten.
Sie erfordert keine so mühsame und langwierige Arbeit wie der Stich.
Vertiefungen in die Oberfläche von Platten werden nicht mechanisch
eingearbeitet, sondern über einen Ätzproteß von einer für das jeweilige Metall
geeigneten Säure übernommen.
Um eine Radierung herzustellen, wird eine Metallplatte
mit einer säurefesten Substanz auf Wachsbasis,
dem sogenannten Ätzgrund oder Deckfirnis, bestrichen.
Mit einer Radiernadel zeichnet der Künstler auf die Platte,
indem er in den Äztgrund ritzt.
Dann wird die Platte in ein Säurebad getaucht.
Die Säure ätzt das Metall an den Stellen, die die von der Radiernadel
freigelegt wurden, weg.
Je länger die Platte der Säure ausgesetzt wird, umso tiefer werden die Linien
eingeätzt und umso deulicher treten sie später auf dem Druck hervor.
Die Radierung lässt hundert bis zweihundert Auflagen zu.
Sie wird oft mit anderen Verfahren, vor allem dem Kupferstich
und der Aquatinta, kombiniert.
Rayonismus
(Von französisch rayon = Strahl)
1911 bezeichneten Michail Larionov und seine Ehefrau Nathalie
Gonscharowa zum erstenmal die eigen gegründete Variante der
abstrakten Malerei mit dem Rayonismus.
 | Abb: Rayonismus Nathalie Gonscharowa "Donne" 1920 |
Realismus
Als Stilbegriff bezeichnet der Realismus eine Richtung der Malerei in der
zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Seinen Ursprung hatte er in Frankreich.
In der bildenen Kunst ist er ein Begriff für die realistische Darstellung der
Wirklichkeit. Der Realismus wandte sich gegen jede Form von Idealismus
und strebte deshalb die präzise Darstellung von der Wirklichkeit an.
Gegen den Naturalismus, mit dem er häufig synonym gebraucht wird, ist der
Realismus insofern abzusetzen, als er zunächst eine ausserkünstlerische,
weltanschauliche Haltung bezeichnet.
Der Realismus ist eine vielfach bewußte Reaktion auf die
zeitgenössischen Verhältnisse gesellschaftlicher Art, er ist
Kritik, die sich bis hin zur Anklage steigern kann.
Die allgemeinen Charakteristika des Realismus als bewußtes und vielfach
kritsches Erfassen von der Welt legen nahe, den Begriff nicht nur als
Stilrichtung des 19. Jahrhunderts zu verstehen,
sondern dieses Phänomen auch in früheren Epochen der Kunst zu erkennen.
Als Stilhaltung des 19. Jahrhunderts begann der Realismus mit
Gustave Courbets Ausstellung „Le réalisme" des Jahres 1855.
In einem Manifest erklärte er seine Ziele.
Er wandte sich gegen das l´art pour l´art, den Akademismus
und die Versinnfälligung abstrakter Inhalte durch Kunst.
„Die Malerei ist ihren Werken nach eine konkrete Kunst, und sie kann
nur in der Darstellung realer, wirklich existierender Dinge bestehen."
Eine sozialkritische Haltung belegen aber nur sehr wenige seiner Werke –
Beweis dafür, dass die theoretische Auseinandersetzung die bildnerische
Formulierung überwog.
 | Abb: Realismus 1 Jean-Francois Millet "Le Depart pour le Travail" 1851 |
Schablonendruck
Das Schablonendruckverfahren wurde schon im antiken Rom angewendet,
seine weiteste Verbreitung fand es jedoch in den sechsiger Jahren in der
amerikanischen Kunst, als Drucke mit Blöcken aus einer einzigen reinen Farbe
und sehr kontrastreichen Leuchtfarben entstanden. Eine Schablone ist eine Form
mit ausgeschnittenen Flächen. Im einfachsten Fall läßt sie sich anfertigen, indem
das gewünschte Motiv aus einem festen Papierbogen ausgeschnitten wird; das
Motiv erscheint gewissermaßen als „Fenster". Die fertig Schablone wird auf
einen Bogen Papier aufgelegt, dann wird die Farbe aufgetragen, z.B. mit einer
Sprühfarbe. Die Farbe gelangt nur dort auf den Papierbogen, wo die Schbalone
ausgeschnitten ist, so entsteht das gewünschte Motiv.
Dies ist aber keine Drucktechnik, denn die Farbe wird dabei nicht mit einem
Druckstock auf das Papier übertragen. Schablonen können aber beim Drucken
verwendet werden, um Teile des Druckstocks abzudecken. Unter dem Begriff
Schablonendruckverfahren werden auch zwei selten angewandte
Drucktechniken verstanden, die mit Seidenpapier arbeiten sowie mit
Druckformen, die dem Linolschnitt ähnlich sind.
Siebdruck
Der Siebdruck ist ein wichtiges Verfahren bei der Herstellung von
Fertigartikeln wie z.B. Schmuckpaneele, gedruckte Leiterplatten,
berührungsempfindliche Sensoren, Kunststoffbehälter und gedruckte
Kleidungsstücke. Früher bezeichnete man den Siebdruck auch als Seidendruck,
weil er mit Druckschablonen auf Seidenbasis arbeitete.
Die Schablonen für den kommerziellen Siebdruck werden gewöhnlich
photomechanisch erstellt. Dabei spannt man einen dünnen synthetischen
Textilstoff oder ein Metallgitter über einen rechteckigen Rahmen und überzieht
die gesamte Oberfläche mit einem Photopolymer.
Durch Belichtung über ein Filmpositiv erhärtet das Photopolymer an den
Srellen, die nicht drucken sollen. Danach wäscht man das unbelichtete Material
weg und erhält so die Öffnung der Schablone.
In der Druckmaschine wird die Schablone auf die
zu bedruckende Oberfläche gepresst. Dabei drückt ein Gummiquetscher
die Druckfarbe durch die Schablonenöffnungen.
Siebdruckmaschinen gibt es von kleinen handbetriebenen Geräten, z.B. für
kleinauflagige Arbeiten wie das Bedrucken von T-Shirts und Flaggen,
bis hin zu großen Maschinen mit Einzeleinzug für vielfarbige
kommerzielle Anwendungen in großer Auflage.
Mit dem Verfahren lassen sich feine Details auf praktisch jeder Oberfläche
abbilden, darunter Papier, Kunststoff, Metall und dreidimensionale Oberflächen.
Ein Siebdruck gilt nur dann als Originalgraphik, wenn die Druckform vom
Künstler eigenhändig ausgeführt wurde.
 | Abb: POP-Art Andy Warhol "Marilyn Monroe" 1964 |
Signiert
Werke, die der Künstler persönlich mit seiner eigenen Unterschrift versieht,
gelten als handsigniert. Ein Signum weist die Exklusivität und Authentizität
einer begrenzten (limitierten) Auflage aus. Es steht häufig in Verbindung
mit sehr hochwertigen Druckqualitäten.
Skulptur
(Von latein skulpere = meißeln, schnitzen)
Der Begriff Skulptur wird im Gegensatz zur Plastik aus hartem
Material wie z.B Stein, Holz oder auch Elfenbein hergestellt.
Skulpturen werden gemeißelt oder geschnitzt.
Stichverfahren (Kupferstich / Stahlstich)
Für die Bearbeitung einer Platte mit einem lineraren Bildmotiv stehen
grundsätzlich zwei technisch verschiedenen Wege offen.
Man kann zur Herstellung von Rillen Metall aus der Platte entfernen,
aber auch Plattenmaterial aus den Rillen verdrängen.
Der Stich ist eine Technik, bei der daas Metall aus der
Plattenoberfläche gestochen wird und als Span ausfält.
Um einen Span aus der Plattenoberfläche zu entferne,verwendet man einen
Stichel, auch Grabstichel genannt.
Mit der Spitze, ein rautenförmiges Schildchen, sticht man eine Rille aus der
Platte heraus und dabei entsteht der Span. Dieser fällt heraus.
Die Oberfläche bleibt bei dieser Vorgehensweise unverändert.
Sind alle Linien, Punkte und Flächen in die Metallplatte geritzt,
beginnt man mit dem Auftragen der Farbe.
Die Farbe sollte immer von geschmeidiger Konsistenz sein.
Sie wird mit einer Walze über die Platte gerollt.
Dabei müssen alle eingeschnittenen Linien mit Farbe aufgefüllt werden und
später wischt man dann die Plattenoberfläche so ab, dass nur in den Ritzen und
Punkten Farbe zurückbleibt.
Auf die Platte wird ein Bogen angefeuchtets Papier gelegt und und dann mit
einem weichen Tuch oder Filz abgedeckt.
Wegen des Druckes der in der Presse durch die Rollen entsteht,
saugen Papier und Wattierung die Farbe aus den Rillen
und das Bild wird auf das Papier übertragen.
 | Abb: Kupferstich Albrecht Dürer "Ritter, Tod und Teufel" (Ausschnitt) |
Surrealismus
„Ich glaube an die zukünftige Lösung des scheinbaren Widerspruchs zwischen
Traum und Realität in einer Art absoluter Wirklichkeit, der Surrealität."
Dieser Satz des französischen Dichters André Breton im ersten „Manifest des
Surrealismus" von 1924 zeigt, dass der Kunststil des Surrealismus zunächst eine
neue Weltanschauung ist.
Ausserdem kommen in dem Surrealismus in der Kunst, außer dem Visionären
und Irrationalem, auch Einflüsse der Tiefenpsychologie.
Er versucht Traumbilder des Unterbewusstseins lebhaft zu machen.
Man unterscheidet bei der surrealistischen Malerei zwei Richtungen:
Veristischer Surrealismus: Der Haupvertreter dieser Richtung war
Salvador Dalí (1904-1989).
 | Abb: Surrealismus 1 Salvador Dalí "Femme de la Tete de Roses" |
Tiefdruck
Beim Tiefdruck sind die Bildumrisse nicht als Druckfläche erhaben,
sondern werden in eine Metallplatte geschnitten, geritzt oder geätzt.
Die Druckfarbe sitzt also in den Vertiefungen.
Man unterscheidet beim Tiefdruck zwei technisch
sehr unterschiedliche Verfahren:
Beim Kupfer- und Stahlstich wird das Bild mit spitzen Werkzeugen wie Nadel,
Polierstahl, Schaber und Wiegestahl in die Platte geritzt, bei der Radierung mit Säuren in die Platte geätzt.
Diese Methoden lassen sich in vieler Weise miteinander kombinieren.
(siehe auch: Stichverfahren)
